Spandau – Festungsstadt und Rüstungsschmiede

Spandau ist etwas ganz Besonderes. Die Spandauer werden jetzt anmerken: „Das haben wir schon immer gewusst.“ Ab 1560 ließ Kurfürst Joachim II. Spandau als Landesfestung ausbauen, eine Schutzburg für ihn und sein Gefolge ohne repräsentative Bauten. Ende des 16. Jahrhunderts ist die Zitadelle fertiggestellt, heute eine der besterhaltensten Festungen der Hochrenaissance in Europa. Die sogenannten Rayonbestimmungen von 1828 verboten in drei Zonen um die Festung herum die Errichtung von privaten Häusern, um ein freies Schussfeld zu sichern.
Im 19. Jahrhundert wird die Rüstungsindustrie in Spandau massiv ausgebaut. Neun von 17 Heereswerkstätten Preußens befinden sich in Spandau. Zu Hochzeiten sind hier rund 70.000 Arbeiten beschäftigt, der Militärfiskus hat einen Grundbesitz von knapp 500 Hektar.
Sowohl aus der Zeit Spandaus als Festungsstadt als auch aus der Zeit der Rüstungsfabriken sind noch unerwartet viele Relikte vorhanden, teilweise versteckt, überwuchert, umdeklariert.

Points of Interest (Auswahl):

  • Batardeau: Wasserregulierungsbauwerk von 1845 in der Altstadt Spandau
  • Teil der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert am Viktoria-Ufer
  • St. Nikolai-Kirche mit prunkvollem vom Grafen Lynar gestifteten Altar
  • Neue Thorschreiberey von 1689 auf dem Kolk, wahrscheinlich das älteste Fachwerkhaus Berlins
  • Dorfgemeinde Damm: sechs Grundstücke auf dem Kolk, die bis 1875 nicht zu Spandau gehörten
  • Reduit der Burgwallschanze von 1862
  • Neue Bohrwerkstatt der Geschützgießerei von 1874: der bedeutendste noch erhaltene Militär-Industriebau Spandaus

Leistungen:

+ zertifizierter Gästeführer
+ Tour im luxuriösen VW-Bus
+ Literatur zum Thema an Bord
+ Tour-Dauer 5 Stunden
+ Gruppe bis 6 Personen max.
+ gekühlte Getränke an Bord

Gruppen-Preis:

300,00 EUR* (inkl.19% MwSt.)